Die Arbeit

Mein Song, die Arbeit… auf einer alten Version von torstenq.de schrieb ich 2012 folgendes:

„28.01.2012

Unser Leben ist der Mord durch Arbeit – wir hängen 60 Jahre am Strick und zappeln.

Aber wir werden uns losschneiden! [Georg Büchner, 1835]

Das habe ich 2003 irgendwo im Internet gelesen… und es fiel auf fruchtbaren Boden, vielleicht weil ich einen Job hatte oder mich an einen erinnern konnte, der für mich die Hölle war… 🙂 Ich weiß natürlich genau, welcher Job mich im Zusammenhang mit dem obigen Zitat zu diesem Text inspiriert hat, aber wir wollen das hier nicht so persönlich werden lassen.

Naja… von 2003 – 2006 oder so hab ich immer wieder an dem Song geschrieben. Und schließlich mit Hilfe des Schlagzeug-Programms Hotstepper den Rhytmus dazu programmiert und anschließend das Keyboard dazu eingespielt. PC kaputt, Aufnahme weg. Dachte ich. Hab sie aber vor kurzem wiedergefunden und vor einigen Tagen den Gesang und eine Gitarrenspur dazu aufgenommen.

Jetzt habe ich gerade meinem Bruder Stefan eine MP3 des Songs zugeschickt und ihn gebeten, mit seinem Keyboard Dinge hinzuzufügen… bin mal gespannt, was ihm dazu einfällt. Das Endergebnis poste ich dann hier… und fange dann an, ein Video dazu zu filmen. Freu mich schon darauf, weil ich ein paar Ideen dazu habe… 🙂

UPDATE, 10.02.12: hatte meinem Bruder tatsächlich die MP3 geschickt, aber dann ging sein Computer kaputt… anscheinend tötet das Lied PCs… 🙂 Mein Bruder meinte aber, eigentlich sei der Song schon fertig… na gut. Nach 9 Jahren sollte er auch fertig sein…“

Naja, das war 2012. 2012 sind auch die beiden folgenden Videos entstanden. Vielleicht mache ich vom ersten demnächst mal ein Remake… es sind ein paar Ideen drin, die ich nach wie vor ganz gut finde… die Szene mit dem Lottoschein z.B… aber das Video sieht ein bißchen „in die Jahre gekommen aus“… etwas unscharf… jedenfalls, wenn man es großformatig an einem Fernsehgerät oder PC-Monitor sieht. Das zweite Video ist eine akustische Version von „die Arbeit“, die mein Bruder und ich bei ihm zuhause einige Monate später gefilmt haben.

Ich weiß gar nicht mehr, wie es dazu kam, dass „die Arbeit“ dann von der Band Zarge aus Bad-Salzuflen gecovert wurde… ich glaube, ich hatte auf youtube einen Aufruf zum Covern gestartet. Hier die Ü-Raum-Version von Zarge:

Ich hab mich dann bei Zarge mit einer Cover-Version ihres Songs Eintagsliebe revanchiert. 🙂

Torsten Q – die Arbeit – – Songtext

Die Arbeit, die ich meine, lässt uns Dinge sagen
wie „ich darf nicht krank werden“ oder
„ich kann mich nicht beklagen“
die Arbeit, die ich meine holt uns morgens aus den Kisten
Obwohl ein Blinder sieht, dass wir weiterschlafen müssten
 
Die Arbeit, die ich meine, kauft uns unser Brot
Und genau dieselbe Arbeit macht uns’re Träume tot
Die Arbeit, die ich meine, ließ mich diese Reime schreiben
die trotz der netten Melodie schlechte Reime bleiben
 
die Arbeit, die ich meine, macht uns heimlich taub und blind
egal, solange wir nur sozialversichert sind  
und zu der Arbeit, die ich meine, muß man immer geh’n
viel mehr gibt´s da nicht zu versteh’n
 
Kommt da noch was oder ist es das gewesen?
kommt da noch was geiles zwischen Sterben und Verwesen?
außer Samstags saufen geh’n, um das Herz zu füll´n
und dann besoffen and’re Leute mit Ideen vollzumüll´n
 
die wir nie wahr werden lassen
denn uns’re Zeit und Energie geht drauf für Dinge,
die wir hassen
 
Die Arbeit, die ich meine ist den meisten gut bekannt
Die Arbeit, die ich meine ist meist nicht int’ressant
Manchmal kommt sie mir fast vor wie ’ne stille Form von Prügel
auf jeden Fall stutzt sie uns täglich mehr die Flügel
 
und wollten wir nicht immer fliegen?
wußten wir nicht mal, wir würden siegen?
 
Zu der Arbeit, die ich meine fehlt mir jede Affinität
Zu der Arbeit, die ich meine kommt man keinesfalls zu spät
Und zu der Arbeit, die ich meine
lässt sich glaub ich auch noch sagen
keiner wird sich, wenn du länger bleibst, beklagen
 
Die Arbeit, die ich meine, lässt uns fast vergessen
Was wir als jüng´re Menschen an Feuer noch besesssen
Die Arbeit, die ich meine lässt uns Lotto spiel’n
wenn ich im Lotto gewinn, muss ich da nicht mehr hin
 
Die Arbeit, die ich meine, bringt die Jahre rum
Die Arbeit, die ich meine, macht manchen Sänger stumm
Die Arbeit, die ich meine, macht manches Rückgrat krumm
Die Arbeit, die ich meine macht manchen Denker dumm
 
Also komm schon, mach mit, versteck dein wahres Wesen
sonst wird’s im Alter knapp hab ich irgendwo gelesen
Ich mach jetzt lieber Schluss, denn die Reime geh’n mir aus
und morgen früh um fünf muß ich wieder raus

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